DER VEREIN
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Was ist über die Geschichte der Wallachei bekannt?

 

Die Geschichte der Wallachei ist einerseits eng mit den Wegen von Laasphe nach Hesselbach und Wiesenbach verbunden. In diesem Zusammenhang wird in alten Schriften, um 1580, speziell die Rote Brücke über die Lahn oftmals erwähnt; (Flurbezeichnung: Bei der Roten Brücke, im Kataster vorhanden). Andererseits ist jedoch von alten Wallacheiern zu hören, dass im Bereich des heutigen Wabachstadions bei Feldarbeiten, speziell beim Pflügen, regelmäßig alte Grundmauern zu Tage traten, die auf eine Besiedlung in grauer Vorzeit (vor dem dreißigjährigen Krieg) hindeuten. Bislang konnten darüber keine schriftlichen Aufzeichnungen gefunden werden. Lediglich auf einem Kupferstich von Laasphe um 1600 ist im Bereich der heutigen Wallachei eine Siedlung, sogar mit einem Turm, zu erkennen.

 

Woher kommt der Name Wallachei?

 

Aufzeichnungen aus dem sechzehnten Jahrhundert belegen, dass es schon damals eine befestigte Überquerung der Lahn, im heutigen Ortsteil Wallachei, gegeben hat. Die Lahnbrücke war von großer Bedeutung, da sie den Menschen und ihrem Vieh den Zugang in die nahe liegenden Dörfer Wiesenbach und Hesselbach ermöglichte. Der Begriff "Wallachei" wurde erstmals Mitte des neunzehnten Jahrhunderts verwendet, als die Familien Walle und Bade nahe der Roten Brücke sesshaft wurden. Aus diesen zwei Familiennamen entwickelte sich der damals im Volksmund gebräuchliche Begriff der "badischen Wallachei"!

 

Wie kam es zur Vereinsgründung?

 

In der Wallachei wurde schon seit langem auf der heutigen Festwiese Fußball gespielt. Vom Frühjahr bis zum Herbst traf man sich mehrmals in der Woche völlig zwanglos über alle Altersgrenzen hinweg zum abendlichen Fußballmatch. Die Mannschaften wurden spontan gebildet um eine ausgeglichene Begegnung zu ermöglichen. Höhepunkt des Jahres war immer das Spiel zwischen der Nord – und Südwallachei (Südliche Wallachei: Gebiet südl. der Bahnlinie) unter den Augen zahlreicher Zuschauer.

Der damals entstandene gemeinsame sonntägliche Frühschoppen in der Gastwirtschaft „Hansastube“ ührte zur Gründung einer „Wallacheier Kasse“, der Grundlage des späteren Vereins. Der entstandene Zusammenhalt ermöglichte im weiteren Verlauf die Anpachtung der Festwiese und es wurden die ersten größeren Kartoffelbratfeste in teilweise abenteuerlichen Festzelten unter Anteilnahme der Bevölkerung gefeiert.

Die Vereinsgründung Nachbarliche Bürgergemeinschaft Wallachei e.V. war die logische Folge und ermöglichte den Kauf des Festplatzes und den Bau des Vereinsheimes.

Im Laufe der Jahre wurden von Teilen des Festerlöses viele Spenden an gemeinnützige Einrichtungen getätigt.

Des Weiteren veranstalten die Wallacheier bis zum heutigen Tag ein traditionelles Pfingstbaumaufstellen. Neuerdings wird auch wieder ein Osterfeuer entfacht.